Chirotherapie (manuelle Therapie)

Die Kunst des "Knochensetzens" ist so alt wie die Menschheit selbst. Aus der frühen Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde ist inzwischen eine moderne Lehre für manuelle Medizin geworden. Die manualmedizinische Diagnostik ist eine Funktionsdiagnostik, die nach reversiblen Störungen in den Gelenken und den Bewegungungssegmenten der Wirbelsäule sucht.

Therapeutisch ermöglicht die manuelle Medizin die Wiederherstellung dieser gestörten mechanischen Funktion von Gelenken und die Beseitigung von nervös/reflektorischen Störungen im Bewegungssegment der Wirbelsäule. Die moderne Chirotherapie ist damit auch eine Form der Reflextherapie.

"Ist häufiges "Einrenken" nicht schädlich?", werde ich oft gefragt. Meine Antwort ist ein klares NEIN ! Nach der von mir angewandten Methode der manuellen Medizin mit Handgriffen nach Gutmann, Sell, Wolff, Lewit, Greenman, Maigne, Maitland, Arlen und eigenen Modifizierungen ist in über 30 Jahren praktizierter Chirotherapie kein einziger Zwischenfall im Sinne einer dauerhaften Störung oder gar einer Verschlechterung des Leidens aufgetreten. Somit möchte ich behaupten, daß diese Behandlungsmethode risikoärmer ist als die Gabe einer Tablette Aspirin©.

Außerdem ist die Häufigkeit der Chirotherapie abhängig vom Befund und der Dauer der Erkrankung bzw. Blockierung. So kann sie zu Beginn der Behandlung unter Umständen täglich oder 2-3 mal pro Woche stattfinden und später dann, ebenfalls je nach Befund, können die Abstände mehrere Wochen bis Monate dauern.

Eines muß ganz klar gesagt werden: Die Chirotherapie kann nur ein Hilfsmittel sein, um im Akutzustand die Blockierung zu beseitigen und Linderung zu verschaffen. Die oft zugrunde liegende Muskel- oder Bandschwäche des Bewegungsapparates muß im intensiven eigenen Trainingsprogramm (z.B. Fitness-Studio) auftrainiert werden, um einen andauernden Erfolg zu erzielen.

 

Manuelle Therapie bei K.I.S.S. - Syndrom

 

Eine Sonderform und nicht mit der Chirotherapie bei Erwachsenen zu vergleichen ist die Manualtherapie der Kopfgelenke des KISS-Syndrom bei Säuglingen und Kleinkindern. Hierbei handelt es sich um eine sanfte Impulstherapie lediglich der Kopfgelenke (Atlas und Axis) ohne Risiko für Ihr Kind.

KISS = Kopfgelenk - Induzierte - Symmetrie - Störung              (engl.:kinematic imbalances due to suboccipital strain)

Atlas und Axis bilden zusammen mit den umgebenden Weichteilen, wie Muskeln, Nerven, Faszien, Blutgefäßen und der Schädelbasis das Kopfgelenk. Dieser Bereich ist ein wichtiges Reflexzentrum (6. Sinnesorgan), welches auch die Spannung der Haltemuskulatur steuert.

Da schon sehr viel im Internet über das KISS-Syndrom geschrieben und veröffentlicht wurde, möchte ich im Anschluß einige Adressen angeben, wo Sie weitere und hoffentlich auch erschöpfende Auskunft auf Ihre Fragen erhalten können. Sollten darüber hinaus noch Unklarheiten bestehen, so machen Sie doch bitte einen Sprechstundentermin aus.

 

Weitere Quellen im Internet:

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